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Galle

Erkrankungen der Gallenblase gehören zu den häufigsten chirurgischen Erkrankungen. In Deutschland werden jährlich über 100.000 Entfernungen der Gallenblase durchgeführt. Die Gallenblase liegt am Leberunterrand und ist das Hauptreservoir für die von der Leber gebildete Gallenflüssigkeit. Die Ausbildung von Gallensteinen ist sicherlich genetisch-, insbesondere aber ernährungsbedingt, diesbezüglich finden sich in den Fachbeiträgen der Klinik detaillierte Informationen.

Hauptsymptom sind die typischen, in den Oberbauch, das Schulterblatt oder auch gürtelförmig nach hinten ausstrahlende Koliken, viele Patientinnen und Patienten klagen aber auch über uncharakteristische Oberbauchbeschwerden und Blähneigung. Die steintragende Gallenblase sollte bei vorliegenden Beschwerden immer entfernt werden. Die Komplikationen des Gallenblasensteinleidens sind neben diesen Symptomen die

  • akute Gallenblasenentzündung (Cholezystitis)
  • Abwanderung von Gallenblasensteinen in den Gallenblasengang (heftige Koliken)
  • Bauchspeicheldrüsenentzündungen

In der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie werden jährlich rund 200 Gallenblasen operativ entfernt, fast alle in Schlüssellochtechnik, auch bei akuten Entzündungen. Auf Grund der großen Erfahrung bei laparoskopischen Operationen wird in der Klinik meist in einem reduzierten Trokar-Verfahren gearbeitet, so dass noch weniger kleinste Schnitte notwendig sind. In jüngster Zeit kommt auch die sog. Ein-Trokar-Technik zum Einsatz, bei der alle Instrumente nur noch über die natürliche Öffnung des Bauchnabels in die Bauchhöhle eingebracht werden. Über den Bauchnabel kann die in einen Berge-Beutel verbrachte Gallenblase geborgen werden (SILS-Technik). (siehe Abb.)

Steine der Gallengänge werden kernspintomographisch (moderne ERCP) geortet und können meist ohne Schnitt über eine spezielle Magen-/Dünndarmspiegelung aus dem Gallengang geborgen werden.

In den seltenen Fällen eines Gallenblasenkrebses ist eine ausgedehntere Operation unter Mitnahme der angrenzenden Lebersegmente erforderlich. Auch hier profitiert die Patientin bzw. der Patient von der großen Expertise der Klinik in der Leberchirurgie.