Diese Webseite benutzt Cookies um das Angebot zu verbessern. Mehr Informationen

Psychoonkologie

Bei einer schweren Erkrankung wie Brustkrebs reicht es oft nicht aus nur den Körper zu behandeln, sondern der ganze Mensch - Körper, Seele und Geist - braucht Unterstützung für die Bewältigung der Krankheit und zur Anregung des Heilungsprozesses.

Neben der medizinischen Kompetenz steht deshalb die einfühlsame und menschlich engagierte Betreuung durch die Ärztinnen, Ärzte und Schwestern der psychoonkologischen Betreuung des Interdisziplinären Brustzentrums im Mittelpunkt des Behandlungskonzeptes.

Darüber hinaus sind die Psychotherapeutinnen Mitglied des Teams und begleiten die Patientinnen während ihres gesamten Aufenthaltes und bei Bedarf darüber hinaus.

Team der Psychoonkologie

Heike Söfker
Psychoonkologin
Sozialpsychologin

Elke Nordholt
Diplom-Sozialarbeiterin, Gestalttherapeutin, Psycho-Onkologie, Paar- und Familientherapie, Mitarbeiterin der AWO-Krebsberatungsstelle

Anschrift:
Klinikum Bielefeld Mitte
Psychoonkologie
Teutoburger Straße 50
33604 Bielefeld

Telefon:
05 21. 9 15 09 08

E-Mail
info@klinikumbielefeld.de

Angebot der Psychoonkologie

Die Phase vom ersten Verdacht bis zur Diagnosestellung und schließlich zur Behandlung kann besonders belastend für die Patientin sein.
Manchmal ist eindeutig und klar, welche Entscheidung zu fällen ist, welche Schritte zu tun sind.

Es kann aber auch sehr schwierig sein, zwischen Verunsicherung, Angst, der Fülle neuer Informationen und der Vielzahl von Therapiemöglichkeiten den eigenen Weg zu finden und die individuelle, richtige Entscheidung zu treffen.

Dazu kommt oft noch der Gedanke, dass jetzt alles ganz schnell gehen muss und keine Zeit zu verlieren ist. Das kann zu dem Gefühl führen, den Kopf zu verlieren und gar nicht mehr zu wissen, was man eigentlich selber will.

Das Team der Psychoonkologischen Betreuung möchte die Patientinnen beruhigen: Patientinnen haben die Zeit, die sie brauchen, um zu ihrer Entscheidung zu finden.

Patientinnen sollten sich von ihrem Arzt, ihrer Ärztin und den Ärzten und Ärztinnen des Brustzentrums informieren und beraten lassen und alle Fragen stellen, die sie haben. Die Fragen werden gerne beantwortet. Patientinnen sollten sich so viele Informationen holen, wie sie brauchen (bei Unsicherheit auch eine zweite Meinung). Gespräche mit dem Partner, der Freundin oder anderen können ebenfalls von Nutzen sein. Danach sollten die Patientinnen versuchen eine eigene Entscheidung zu treffen.

In dieser schwierigen Entscheidungsphase möchten die Mitglieder des Teams der psychoonkologischen Betreuung begleitend zur Beratung durch die Ärzte und Ärztinnen im Brustzentrum die Patientinnen unterstützen. In einem Gespräch kann es vielleicht darum gehen, etwas von der Anspannung loszulassen, die vielen Informationen zu sortieren, inmitten der äußeren Unruhe innerlich einen Ruhepol zu finden oder was immer die Patientinnen brauchen.

Fragen nach einem Gespräch: die Ärztinnen im Brustzentrum und die Schwestern auf der Station 11 (05 21. 5 81 - 11 20) vermitteln gerne den Kontakt, um einen Termin für ein Gespräch auszumachen.

Während des stationären Aufenthalts

Während des Aufenthaltes werden die Patientinnen im Rahmen der Visite auf dem Zimmer von Mitgliedern des Teams der psychoonkologischen Betreuung besucht. Hierbei wird die psychoonkologische Betreuung und das Team vorgestellt. In einem zwanglosen Gespräch miteinander kann gemeinsam herausgefunden werden, ob die Patientinnen eines oder mehrere der Unterstützungsangebote annehmen möchten. Entscheidend ist dabei einzig und allein, was die Patientinnen wollen!

Zum Beratungsangebot gehören:

  • Entlastende Gespräche
  • Entspannungsübungen
  • Phantasiereisen, Vorstellungsübungen (z.B. nach Carl Simonton und Luise Reddemann)
  • Einzelgespräche, um die Patientin auf ihrem persönlichen Weg im Umgang mit der Krankheit zu unterstützen
  • Gruppengespräche
  • Angehörigengespräche

Bei den Gesprächen können zum Beispiel folgende Themen auftauchen:

  • Was kostet mich Kraft und was gibt mir Kraft, welche Kraftquellen habe ich im alltäglichen Leben und wie kann ich sie für mich nutzen?
  • Sich selber besser kennen lernen: Was sind meine eigenen Bedürfnisse? Was sind dagegen Ansprüche, die ich meine erfüllen zu müssen? Wo sind meine Grenzen und wie kann ich sie rechtzeitig wahrnehmen und deutlich machen?
  • Einen freundlichen Umgang mit mir selber finden, so wie ich bin.

Das Ziel der psychoonkologischen Betreuung ist es, die Patientinnen so zu unterstützen, wie sie es persönlich für die Bewältigung der Erkrankung brauchen.

 

Nach der Entlassung

Für die Patientinnen
Manchmal ist es auch notwendig nach der Entlassung noch eine Ansprechpartnerin zu haben. Es besteht die Möglichkeit eine begrenzte Anzahl von Gesprächen bei den Psychoonkologinnen wahrzunehmen - Patientinnen sollten diesen Wunsch bitte anmelden.

Darüber hinaus ist eine Gruppe für Patientinnen in Planung, denn nach allen Höhen und Tiefen in der Phase der Behandlung und der Zeit danach kann es für einzelne Frauen hilfreich sein, innerhalb einer angeleiteten Gruppe Halt und Unterstützung für sich zu finden. Im direkten Kontakt und Austausch miteinander, bei Entspannungsübungen und Musik und dem Fördern des "Voneinanderlernens" kann ein Klima, in dem Offenheit möglich ist, entstehen.
Das Gruppenangebot findet in der Krebsberatungsstelle der AWO Bielefeld, Detmolder Str. 280, statt.
Die Beratungsstelle arbeitet schon seit einigen Jahren mit dem Klinikum Bielefeld und anderen Kliniken vor Ort zusammen.

Über Termine für die Gruppe informiert Elke Nordholt,
Telefon: 05 21. 9 21 64 32


Für Angehörige
Die Erkrankung Krebs bedeutet nicht nur für die Betroffene eine vielfältige Belastung, sondern auch für den Angehörigen und die weitere Familie.
Häufig fühlen sich die Angehörigen mit ihren Ängsten und der Frage nach angemessener Unterstützung der Erkrankten alleingelassen.
Auch die Angehörigen sollen hier ermutigt werden, mit dem Team der psychoonkologischen Betreuung ins Gespräch zu kommen - sei es im Einzelkontakt oder in einem Gruppenangebot.
Elke Nordholt, Telefon: 05 21. 9 21 64 32


Gruppenangebot
Im Kreis von Angehörigen besteht die Möglichkeit sich über Erfahrungen auszutauschen, sich gegenseitig zu unterstützen und evtl. neue Wege zu finden.
Die Gruppe trifft sich in der Psychosozialen Krebsberatungsstelle der AWO, Detmolder Str.280.
Um vorherige Anmeldung bei Elke Nordholt, Krebsberatungsstelle der Arbeiterwohlfahrt, Telefon: 05 21. 9 21 64 32, wird gebeten.