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Selbsthilfe

Selbsthilfegruppen sind Zusammenschlüsse von Betroffenen oder Angehörigen, die gemeinsam versuchen Krankheiten oder psychische bzw. soziale Probleme zu bewältigen. Mit Hilfe der Gruppe sollen persönliche Lebensumstände verbessert werden, indem versucht wird, die soziale und persönliche Isolation aufzuheben. Selbsthilfegruppen werden dabei nicht von Ärzten oder Therapeuten geleitet, sondern meist von Menschen, die selbst betroffen sind. Professionelle aus dem Gesundheitswesen werden zu bestimmten Fragestellung heran gezogen oder halten Vorträge. Besonders, wenn Patienten eine Krankheitsdiagnose erhalten, die das bisherige Leben verändert, kann eine Selbsthilfegruppe hilfreich sein. Hier finden Betroffene Gleichgesinnte, die mit Rat und Tat zur Seite stehen können, da sie bereits persönliche Erfahrungen mit einer Problemsituation gemacht haben.

Das Brustzentrum arbeitet, genau wie das Klinikum Bielefeld, eng mit Selbsthilfegruppen zusammen. Weitere Informationen zu den einzelnen Gruppen und der Kooperation sind hier erhältlich.

Das Brustzentrum arbeitet konkret mit den folgenden Selsbthilfegruppen zusammen:

„Positiv Denken“ - Frauen mit gynäkologischen Krebserkrankungen

Viktoria e.V. - Treffpunkte für Frauen nach Krebs

  • Gymnastik und Wassergymnastik
  • Selbsthilfegruppen

Reha-Sport für Krebspatienten in der Akutphase

Die Zahl der Krebserkrankungen in Deutschland nimmt zu, allerdings sind durch Früherkennung und bessere Therapien die Chancen zu genesen auch deutlich angestiegen. Viele Jahre lang galt für alle Patienten mit Krebserkrankungen, die Empfehlung der körperlichen Schonung, um das Immunsystem nicht zu stark zu belasten. In den letzten Jahren haben jedoch zahlreiche Studien belegt, dass Sport auf Krebspatienten in unterschiedlichen Situationen positive Auswirkungen hat. So steigert Sport die körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität, unterstützt den Behandlungserfolg und senkt möglicherweise sogar das Risiko für ein Wiederauftreten der Krankheit. Sport schenkt Kraft und Vertrauen in den eigenen Körper.

Auch während einer laufenden Chemotherapie zeigte sich, dass moderates Ausdauertraining die Nebenwirkungen der aggressiven Behandlung spürbar mindern konnte. Übelkeit, Erbrechen und chronische Müdigkeit wurden reduziert. Patienten können so aktiv etwas für ihre Genesung tun, bekommen ein positives Körpergefühl, regen den eigenen Kreislauf an und verbessern so ihre Prognose.

Der Viktoria e.V. (Treffpunkte für Frauen nach Krebs), der Bielefelder Gesundheitssport e.V. und das Klinikum Bielefeld bieten seit November 2010 Reha-Sportkurse für Krebspatienten in der Akutphase an.

Die Kurse finden immer freitags um 10.30 Uhr statt und jeder Krebspatient des Klinikums, der von seinem behandelnden Arzt eine Reha-Sport-Verordnung ausgestellt bekommt, kann teilnehmen. Die Kosten werden zur Hälfte durch die jeweilige Krankenkasse getragen. Die übrigen Kosten übernimmt der Viktoria e.V..

Durch dieses Sportangebot erhalten Patienten die Möglichkeit an einem Dreistufenmodell teilzunehmen. Während der stationären Behandlung übernimmt die Physiotherapie im Klinikum die Betreuung. Bei einer Krebserkrankung folgen jedoch auf den stationären Aufenthalt oft noch ambulante Bestrahlung und/ oder Chemotherapie. Hier setzt das neue Bewegungsangebot ein. Patienten nehmen an einem individuell abgestimmten Programm in Kleingruppen teil. Im Anschluss an die ambulante Therapie bieten die zahlreichen Sportgruppen der Viktoria in Bielefeld den Patienten nach der Akutphase der Behandlung die Möglichkeit weiter zu arbeiten. Wichtig ist es, in Bewegung zu bleiben!