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Weltpremiere: Neuer Computertomograph Aquilion Lightning SP

Beitrag vom: 08.12.2016 00:00

Im Herbst 2016 wurden neue Computertomographen in der Radiologie des Klinikums Bielefeld Mitte und im Klinikum Halle/Westfalen installiert. Heute werden sie der Öffentlichkeit präsentiert. Der neue Computertomograph Aquilion Lightning SP übernimmt seitdem das volle Spektrum an Routine-Untersuchungen. Der Low-Dose 160-Schicht-Computertomograph ist das weltweit erste Gerät dieses Typs und wurde nun in der diagnostischen Radiologie des Klinikums Bielefeld in Betrieb genommen. Chefarzt Prof. Dr. med. Hans-Björn Gehl: „Unser Anspruch an den neuen CT ist sehr hoch. Wir möchten jedem Patienten eine schonendere Untersuchung und ein Ergebnis in kürzester Zeit zu Gute kommen lassen. Daher haben wir uns auch für die neueste Technologie und die Dosisreduktion entschieden. Und als wir diesen neuen CT bei uns in Betrieb nahmen, wussten wir, dass das Gerät all diese Anforderungen erfüllen kann.“ Dies gilt für beide neuen Geräte am Standort Mitte und am Standort Halle.

„Mit der Investition in die neue Technikinfrastruktur reagieren wir auf den höheren Diagnostikbedarf durch die gestiegenen Patientenzahlen“, sagt Klinikum Bielefeld Geschäftsführer Michael Ackermann zur Investition.

Insgesamt verfügt das Klinikum Bielefeld nun an den drei Standorten über vier CTs, zwei davon befinden sich am Standort Mitte. Dies bedeutet aktuell, dass in Zeiten von Spitzenbelastungen ein zweites Gerät zur Verfügung steht.

Zur Technik:
Der neue CT Aquilion Lightning SP arbeitet bei der Akquisition und Rekonstruktion der Bilder mit einem Minimum an Röntgendosis. Der iterative Rekonstruktionsalgorithmus AIDR 3D Enhanced reduziert die Dosis in der klinischen Routine bei jedem Patienten um bis zu 75 %. Darüber hinaus erzielt der neue Low-Dose PureVision Detektor eine deutlich höhere Signalausbeute. Das führt, neben der Einsparung von Dosis um nochmals bis zu 40 Prozent, zugleich zu einem reduzierten Kontrastmittelbedarf. Auch die Ergonomie des neuen CTs setzt neue Maßstäbe: von der 78 cm großen Gantryöffnung profitieren einerseits Patienten während der Untersuchung, andererseits Ärzte zum Beispiel bei bildgesteuerten Eingriffen im CT. Auch wird die Untersuchung adipöser oder traumatisierter Patienten deutlich leichter.

Schneller zu präziseren Bildern
Der Toshiba Aquilion Lightning SP stellt die hochauflösenden Bilder in kürzester Zeit zur Befundung bereit. Der CT scannt Patienten, Dank seines verbreiterten Detektors, nun deutlich schneller und erleichtert damit die Untersuchung zahlreicher Organe, unter anderem der Lunge, da die Patienten die Luft weniger lang anhalten müssen. Die Berechnung der Daten beginnt beim weltweit ersten Aquilion Lightning SP in Bielefeld automatisch mit einer Geschwindigkeit von 50 Bildern pro Sekunde. Durch die optimierte und im Vergleich zum Vorgängermodell nochmals erweiterte Rechenleistung kommen Radiologen und Patienten schneller zu einer verlässlichen Diagnose.

Metallimplantate sind kein Problem mehr
Metallimplantate, wie beispielsweise eine künstliche Hüfte oder Stents in Gefäßen, konnten die Bildqualität bisher negativ beeinflussen, stellen für die Bildgebung des Aquilion Lightning SP jedoch kein Problem dar. Die SEMAR-Technologie (Single Energy Metal Artefact Reduction) reduziert Metallstöreffekte, so dass das Metall selbst, wie auch das umliegende Gewebe, einfacher und sicherer beurteilt werden kann.

Software flexibel konfigurieren
Der neue Low-Dose-CT Aquilion Lightning SP ist in Ausstattung und allen verfügbaren klinischen Anwendungen flexibel skalierbar. Anwender können sich aus einem breiten Spektrum innovativer Software ein individuelles System zusammenstellen und bei Bedarf nachträglich erweitern – so dass es perfekt zum Anspruch und zu den aktuellen Untersuchungsschwerpunkten des jeweiligen Anwenders passt.

Hohe Energieeffizienz
Der neue Aquilion Lightning SP ist trotz der Hochleistungstechnologie ein besonders energiesparender Routine-CT. Auch hier ist die iterative Dosisreduktion dafür die eine wesentliche Grundlage. Da der neue CT mit deutlich weniger Dosis auskommt, braucht die Röntgenröhre auch weniger mA (Röhrenstrom). Auch Kühl- und Wartezeiten gehören mit dem neuen CT der Vergangenheit an. Die herausragende Energieeffizienz ermöglicht somit eine beeindruckende Flexibilität - mehr Zeit für die Patienten oder einen höheren Patientendurchsatz, was wiederum die Kosten pro Patient reduziert.

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