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  • Schlafmedizinisches Zentrum (DGSM)
    Imagebild Schlaflabor (Halle)Was ist eigentlich ein Schlaflabor?

    Ein Schlaflabor ist eine spezielle Einrichtung im Klinikum, meist unter der Leitung von Lungenfachärzten, mit dem Ziel den Schlaf von Patienten (Polysomnographie) zu untersuchen. Es besteht aus speziell ausgestatteten Zimmern und einem zusätzlichem Raum, in dem sich die Monitoring- und Aufzeichnungsgeräte befinden.

     


    Behandlungsspektrum

     

    Störungen im Schlaf sind unter anderem Folge von Erkrankungen der Lunge und/oder der oberen Atemwege. Die Diagnose und Therapie erfolgen während des Schlafes durch umfangreiche Messungen zur Feststellung von Funktionsstörungen wie unregelmäßiges lautes Schnarchen mit Atemstillständen  und der daraus resultierenden nächtlichen Sauerstoffnot, Störung des Schlafes mit Tagesmüdigkeit und Folgeerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems aber auch Depressionen. Daneben erfolgt die Anpassung von Überdrucktherapiegeräten (CPAP), die Anpassung von Geräten zur Heimbeatmung sowie ggf. auch die Einleitung einer Sauerstofftherapie.

     

     

    Schwerpunkte/ besondere Leistungen

     

    Das Schlafmedizinisches Zentrum ist durch die nationale Fachgesellschaft (DGSM) anerkannt. Es verfügt über sieben stationäre Messplätze mit hochmoderner Videoüberwachung. Dabei erfolgt eine intensive Zusammenarbeit mit Ärzten verschiedener Fachrichtungen (u. a. mit Neurologen, Psychiatern, HNO-Ärzten, und ggf. Kieferorthopäden) zur Diagnostik und Therapie der akuten und chronischen Schlafstörungen. Zu den therapeutischen Verfahren gehören auch die nicht-invasive Beatmung, die Sauerstofflangzeittherapie, die Behandlung der Insomnie (Durchschlafstörung), Lichttherapeutische Verfahren, die Behandlung des Syndroms der unruhigen Beine (Restless-legs) und der Narkolepsie (mit unter anderem stärkstem Schlafdrang am Tage, plötzlichem Muskeltonusverlust am Tage sowie u. U. einer kurzen Lähmung nach dem Aufwachen).

  • Geheimnisse der Nacht
    Das pneumologisch ausgerichtete Schlafmedizinische Zentrum des Klinikums Halle, sichert der steigenden Patientenzahl mit obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom (OSAS), Patienten mit nächtlicher Atemschwäche sowie auch anderen Störungen des Schlafes eine optimale schlafmedizinische Versorgung.

    Das Schlaflabor verfügt über sieben helle, freundliche und mit Kabel-TV ausgestattete Zimmer direkt vor dem großzügigen Klinikgarten. Alle Räume sind videoüberwacht und mit hochwertigem medizintechnischem Inventar auf eine optimale Patientenversorgung ausgerichtet. Nach vorhergehender ambulanter Diagnostik mittels entsprechendem Screening-Verfahren erfolgt die weitere Abklärung und ggf. Therapieeinleitung im Schlaflabor. Ein bestens ausgebildetes und erfahrenes Personal wertet auf 5 Monitor- Arbeitsplätzen unter der Leitung von Chefarzt Dr. Jörg Hinrichs den Schlaf anhand einer Gehirnstrommessung (EEG), der Augenbewegungen (EOG) und der Muskelaktivität (EMG) aus. Neben dem Schlafprofil wird auch die Atmung, der Herzrhythmus, der Sauerstoffgehalt im Blut, die Körperlage und die Beinbewegungen ausgewertet. Nach der Analyse der „Geheimnisse der Nacht" erfolgt, gemäß den neuesten medizinischen Erkenntnissen, die Diagnose der zugrunde liegenden Erkrankung und die Erstellung eines persönlichen Therapieplanes.


    Die hervorragende Patientenversorgung, die optimale Leistungsfähigkeit und der ausgezeichnete Ruf des Schlafmedizinischen Zentrums ist längst weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Patienten honorieren die professionelle freundliche Atmosphäre, die medizinisch erstklassige Behandlung, die nachweisbaren therapeutischen Erfolge und kommen inzwischen aus dem gesamten Bundesgebiet.

     

     

    Warum der Schlaf so wichtig ist

     

    Etwa 25 Jahre des Lebens verbringt der Mensch im Schlaf. Nachts herrscht im Körper höchstes Aktivitätsniveau, es werden wichtige Reparaturvorgänge gespeichert, Energiespeicher aufgefüllt und Erfahrungen bzw. Gedächtnisinhalte gespeichert. Manchmal verbraucht das Gehirn dabei mehr Energie als tagsüber. Leider ist für ca. 40% der Bevölkerung der wichtige gesunde Schlaf nicht selbstverständlich. Die Schlafapnoe verschlechtert nicht nur die Lebensqualität auf drastische, teilweise auch dramatische Weise, sie reduziert auch die Lebenserwartung unbehandelter Personen aufgrund von Folgeerkrankungen. Diese sind sehr vielschichtig, wie beispielsweise ein Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzrhythmusstörungen, plötzlicher Herztod, Herzinsuffizienz, Bluthochdruckerkrankungen und Depressionen. Durch die gezielten Schlafmessungen werden unter anderem die zu Grunde liegenden Atmungsstörungen, zum Teil auch deren Folgen deutlich sichtbar, und können frühzeitig fachärztlich therapiert werden. Aber auch andere Erkrankungen wie das Syndrom der unruhigen Beine, die Narkolepsie oder die Ein- und Durchschlafstörungen werden diagnostiziert und behandelt. Dass Klinikum Halle ist bestrebt, dass alle Patienten endlich wieder gesund und ruhig schlafen können.

  • Alarmsignale
    Alarmsignale beachten!

    Als Alarmsignale gelten Tagesmüdigkeit und ein schlechter Schlaf über einen längeren Zeitraum hinweg (ca. 4 Wochen). Starkes, unregelmäßiges Schnarchen, verbunden mit Schläfrigkeit und Leistungsverlust, gibt Hinweise auf nächtliche Atemaussetzer (Apnoe), die unbedingt von einem Lungenfacharzt oder einem Schlaflabor diagnostiziert werden sollten. Pneumologische und kardiologische Erkrankungen führen zur Beeinträchtigung der Atmung und müssen effektiv behandelt werden. Neben der Therapie nächtlicher Atemaussetzer (Schlafapnoesyndrom) mit leichtem Überdruck (CPAP) sind in Einzelfällen aufwendigere Beatmungsformen (z.B. BIPAP) erforderlich. Andere Patienten profitieren von weiteren Maßnahmen wie Körperlagebeeinflussung, Eingriffen bzw. Prothesen im HNO- und/oder Kieferbereich oder von verschiedensten medikamentösen Maßnahmen.

     

     

    Warum stört eigenes Schnarchen nicht?

     

    Das Gehirn eines Schnarchers hat sich an den Lärm gewöhnt, das „Geräusch" wird als ungefährlich eingestuft, das Hirn sendet keinen Alarm zum Aufwachen. Leider oft anders beim Partner. Dieser kann aber mit seinen Beobachtungen wichtige Hinweise für die behandelnden Ärzte geben und damit große Gefahren von dem Patienten abwenden.

     

     

    Achtung Sekundenschlaf! – 

    Berufskraftfahrer zum Schutz ins Schlaflabor

     

    Etwa 25% der tödlichen Verkehrsunfälle auf den deutschen Autobahnen lassen sich auf den Sekundenschlaf (Einschlafen am Steuer) zurückführen. Hiervon resultieren 25% bis 60% auf organische Schlaf-Wach-Störungen, zum Beispiel der Schlafapnoe. Menschenleben werden geopfert und enorme wirtschaftliche Schäden entstehen. Berufskraftfahrer wie z.B. Lkw-, Bus- und Taxifahrer, Chauffeure, aber auch Piloten und Privatpersonen sind dieser Gefahr besonders stark ausgesetzt. Im Rahmen der Prävention wären bei Berufskraftfahrern Vorsorgeuntersuchungen, die auch die Analyse auf Schlafapnoe beinhalten, dringend erforderlich. Immer mehr verantwortungsbewusste Fuhrparkunternehmer lassen ihre Mitarbeiter vorbeugend und zur eigenen Sicherheit regelmäßig in einem Schlafmedizinischen Zentrum untersuchen.

     

     

    10 Jahre des Lebens

     

    Eine unbehandelte Schlafapnoe reduziert die Lebenserwartung im Durchschnitt um 10 Jahre. Atmungsunterbrechungen führen zu unzureichender Sauerstoffversorgung, eine Akutgefährdung besteht u. a. durch Herzinfarkt und Schlaganfall. Mit einer effektiven und schmerzlosen Atemwegs-Überdruck-Behandlung wird die Lebensqualität von mindestens 70% der Betroffenen deutlich verbessert.

  • Weitere Informationen
    Der Flyer des Schlafmedizinischen Zentrums ist hier erhältlich.

    • Leitung
      Chefarzt
      Dr. med. Jörg Hinrichs

      Oberarzt
      Dr. med. Jens Döhring
    • Kontakt
      Sekretariat
      Kerstin Löwenstein
      0 52 01. 1 88 - 7 11

      Notfälle
      0 52 01. 1 88 - 0

      Anschrift
      Klinikum Halle/ Westf.
      Schlafmedizinisches Zentrum

      Winnebrockstr. 1
      D-33790 Halle (Westfalen)

      E-Mail
      info@klinikumhalle.de
    • Sprechstunde
      Termin auf Anfrage