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Kreuzbund e.V. Stadtverband Bielefeld

Das Klinikum Bielefeld kooperiert mit der Selbsthilfegruppe Kreuzbund e.V. Stadtverband Bielefeld - Frauengruppe. Jede Interessierte kann ohne Anmeldung an jedem 3. Montag im Monat um 18.30 Uhr an einem Treffen des Frauengesprächskreises teilnehmen. Die Treffen finden im Seminarraum 3 des Klinikums Bielefeld Mitte statt.

„Oft habe ich mich gefragt, wie ich das alles bewältigen soll: Haushalt, Familie, Beruf und noch vieles mehr zu organisieren und überall perfekt zu sein. Ich hatte wenig Hilfe und Unterstützung und war froh, dass mein Arzt mir wenigstens etwas verschreiben konnte, um meine Sorgen, Ängste, Schmerzen oder Schlaflosigkeit auszuhalten. Anfangs halfen die Medikamente mir, mein Leben besser in den Griff zu bekommen. Nach und nach haben die Medikamente angefangen, über mich und mein Leben zu bestimmen. Immer öfter habe ich auf die Hilfe eines Medikamentes zurückgegriffen - auch in Situationen, die ich früher noch ohne bewältigt habe. Weil die Medikamente schnell und einfach wirkten, habe ich nicht mehr nach anderen Lösungen gesucht. Schließlich habe ich mir nicht mehr zugetraut, ohne sie meine Alltagsaufgaben zu erfüllen und bin allen Belastungen aus dem Weg gegangen.“
(Quelle: Kreuzbund Bielefeld: http://www.kreuzbund-bielefeld.de/abhaengig-von-medikamente.html)

Der Kreuzbund e.V. ist eine bundesweit agierende Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft, die aus Suchtkranken und Angehörigen besteht. Der 1896 in Aachen gegründete Kreuzbund hat seinen Ursprung in der katholischen Kirche. Mittlerweile besteht der Kreuzbund bundesweit aus rund 1.600 Selbsthilfegruppen und zählt ca. 15.000 Mitglieder. Wöchentlich treffen sich bundesweit mehr als 30.000 Menschen in den Gruppen.

Das Ziel des Kreuzbundes ist die Wiedereingliederung der Suchtkranken in Familie, Beruf und Gesellschaft. Die Gruppen und die Ehrenamtlichen motivieren die Suchtkranken durch ihre eigene Abstinenz, Wege in ein alkohol- und drogenfreies Leben zu finden. Dies geschieht durch Gruppengespräche, in denen sich die Gruppenmitglieder und ehrenamtlichen Helfer nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ offen über ihre Erfolge, Probleme und Sorgen austauschen. Durch den Austausch sollen die Suchtkranken lernen, ihren Alltag ohne Alkohol und Drogen zu bewältigen; zudem sollen sie beginnen an ihren tieferen Problemen zu arbeiten. Der Kreuzbund arbeitet mit Fachkliniken und Beratungsstellen zusammen und ist somit ein bedeutendes Bindeglied in der Suchthilfe. Die Ehrenamtlichen begleiten die Suchtkranken vor, während und nach ihrer stationären, teilstationären oder ambulanten Therapie.

In den Frauengesprächskreis sind Frauen jeden Alters eingeladen, die selbst suchtkrank sind oder als Angehörige mit Suchtkranken zu tun haben, in einer angstfreien Atmosphäre über ihre Erfahrungen zu sprechen. Der Suchtmittelkonsum der Frauen (Alkohol, Medikamente, Drogen) dient häufig als Kompensation einer Überlastung im Alltag oder als Versuch traumatische Lebensereignisse zu bewältigen. Frauen bleiben mit ihrer Sucht lange sozial unauffällig. Sie erfahren häufig nur wenig Unterstützung durch ihre Umgebung und eine Therapie erfolgt oft recht spät. Die Hilfsangebote müssen auf frauenspezifische Bedürfnisse ausgerichtet sein und sollen dazu dienen, dass Frauen ihre Bedürfnisse erkennen und ihre Kommunikations- und Durchsetzungsfähigkeit stärken.

Von der Sucht ist immer die ganze Familie betroffen, weshalb die Partner und Kinder der Suchtkranken ebenfalls in die Selbsthilfe einbezogen werden. Die Angehörigen erhalten durch die Hilfe in den Gruppen die Möglichkeit ihre Rolle als Betroffene zu erkennen und zu bearbeiten.


Gruppentreffen des Kreuzbundes im Klinikum Bielefeld:
Frauengesprächskreis, jeden 3. Montag im Monat um 18.30 Uhr

Ort des Gruppentreffens im Klinikum Bielefeld:
Klinikum Bielefeld Mitte, Seminarraum 3, Teutoburger Str. 50, 33604 Bielefeld

Weitere Informationen und Kontaktdaten zum Kreuzbund sind auf dessen Internetseite oder persönlich bei der Gruppenleiterin erhältlich.