100. Operation mit robotergestützter OP-Technik am Klinikum Bielefeld

Das Klinikum Bielefeld hat im November 2018 als erstes Krankenhaus in Nordrhein Westfalen die roboterunterstützte Operationstechnologie Mako eingeführt und hat dadurch bei der chirurgischen Innovation und der Patientenversorgung in der Region eine Vorreiterrolle eingenommen. Nun hat am 10. April 2019 ein OP-Team unter der Leitung von Prof. Dr. Ludger Bernd, dem Chefarzt der Klinik für Orthopädie am Klinikum Bielefeld Mitte die 100. Knieoperation mit dem robotergestützten Chirurgiesystem absolviert. Die betroffenen Patientinnen und Patienten wünschen sich ausdrücklich die neue OP Methode. Die orthopädischen Verfahren und speziell die Knie-Endoprothetik entwickeln sich kontinuierlich weiter. Dieser Wandel führt stetig zu verbesserten chirurgischen Ansätzen und Technologien. Die Endoprothetik (einsetzen eines künstlichen Gelenks) ist ein besonderer Schwerpunkt der Orthopädischen Klinik im Klinikum Bielefeld.

„Wir freuen uns sehr, dass das neue System den betroffenen Patientinnen und Patienten eine bessere medizinische Ergebnisqualität und somit eine bessere Lebensqualität ermöglichen“, kommentierte Michael Ackermann, der Geschäftsführer des Klinikums Bielefeld den Erfolg der neuen Technologie.

Was ist Mako?
Mako gehört seit 2007 weltweit zu den führenden Roboterarmsystemen bei der hochpräzisen Implantation von Hüft- und Knieprothesen. Weltweit arbeiten bereits mehr als 500 Kliniken mit diesem System und es wurden über 150.000 Gelenkersatzoperationen mit Mako durchgeführt.

Operiert der Roboterarm?
Nein. Mako ist ein sehr präzises Instrument, das die komplexe Arbeit des Operateurs unterstützt, verbessert und verfeinert. Der Operateur führt den Eingriff jedoch selbst durch. Der Mako Roboterarm wird dabei vom Operateur gesteuert und bedient.

Auf welche Weise unterstützt Mako den Operateur?
Jede Mako Operation ist personalisiert und eigens auf die Patientin oder den Patienten zugeschnitten. Anhand einer Computertomographie (CT) vor der Operation erstellt Mako ein 3D-Modell des Patientengelenks, damit der Operateur die Anatomie analysieren und einen maßgeschneiderten OP-Plan bereits vor der OP erstellen kann. Zu Beginn der OP wird die natürliche Bandspannung des Gelenkes gemessen und in die Feinplanung der Prothesenposition einbezogen. Danach erfolgt die Operation, so dass die Bänder über den gesamten Bewegungsablauf perfekt gespannt sind. Klinische Studien und unabhängige Prothesenregisterdaten zeigen bessere funktionelle Ergebnisse und niedrigere Revisionsraten für diese Patientinnen und Patienten.

Was spricht für Mako?
Die Vorteile für Patientinnen und Patienten sind:

  • personalisierte Operation bislang unerreichte chirurgische Flexibilität während des Eingriffs ermöglicht dem Operateur, bei Bedarf Feinanpassungen vorzunehmen
  • präziser und genauer chirurgischer Eingriff kürzere Genesungszeit mit weniger postoperativen Schmerzen langlebigere Ergebnisse durch bewährte Prothesenmaterialien von höchster Qualität.

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