UK OWL: VR-Simulation „Reanimation“ geht in den Praxistest

Die ersten Medizinstudierenden durften die von Forschenden der Medizinischen Fakultät OWL und der Hochschule Emden/ Leer im BMBF-Projekt „Digitale und Virtuell unterstützte Fallarbeit in den Gesundheitsberufen“ entwickelte Virtuelle Realität (VR)-Simulation zum Thema „Reanimation“ Mitte November im Rahmen des Seminars „Basismaßnahmen der cardiopulmonalen Reanimation (BLS) des Erwachsenen“ der Notfallmedizinlehre testen.

„Toll, dass die Studierenden jetzt die Möglichkeit haben, die im Projekt entwickelten Unterrichtsmaterialien und vor allem auch die VR-Simulation zu testen“, freut sich Projektleiterin und Dekanin Prof. Dr. med. Claudia Hornberg. „Dieses Projekt hat, als eines der ersten der Medizinischen Fakultät OWL, für mich eine ganz besondere Bedeutung, da es noch von unserem geschätzten Kollegen Dr. med. Karim Gawad initiiert und eingeworben wurde, der leider viel zu früh verstorben ist.“

Die Einbettung der im Projekt entwickelten VR-Simulation in die Lehre der Notfallmedizin erfolgte in enger Abstimmung mit dem Fachverantwortlichen für Notfallmedizin, Dr. med. Achim Röper (Leitender Oberarzt Klinikum Bielefeld). Die Studierenden konnten im Rahmen des Seminars an insgesamt vier Stationen erste praktische Fähigkeiten an Simulationspuppen trainieren. Unter Anleitung von Ärzten des Klinikums Bielefeld, des Evangelischen Klinikums Bethel und des Klinikums Lippe sowie von Mitarbeiter*innen des Studieninstitutes Westfalen-Lippe wurden u.a. die Durchführung einer Herzdruckmassage, das Anlegen eines AED (Automatisierter externer Defibrillator) und das Atemwegsmanagement geübt.

An der Station des Projektteams tauchten die Studierenden dann unter Anleitung von Oberärztin Dr. med. Anne-Kathrin Eickelmann, Projektmitarbeiter Frank Homp und Claudio Krause in die virtuelle Welt ein. Anhand des Fallbeispiels einer älteren Dame, die in einer Pflegeeinrichtung kollabiert war, übten die Studierenden das Auffinden einer bewusstlosen Person und die Durchführung einer Reanimationssituation. „Die VR-Simulation bietet eine sehr gute Chance, dass die Studierenden den Ablauf und die einzelnen Schritte beim Auffinden einer bewusstlosen Person und bei der Durchführung einer Reanimation trainieren. Zudem bietet die virtuelle Realität den Vorteil, dass das Fallbeispiel realitätsnäher dargestellt werden kann“, sind sich die Projektkoordinatorinnen Ivonne Wattenberg und Rebecca Lätzsch sicher.

Zurück