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Seminar: Hirntod und Entscheidung zur Organspende aus interkultureller/ interreligiöser Sicht

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Aus allen Medien erfahren wir, dass die Zahl der Organspenden in Deutschland auf das bisher niedrigste Niveau abgesunken ist und dass deswegen von verschiedenen Seiten umgreifende Änderungen der bestehenden Regelungen ( z.B. in Richtung erweiterter Widerspruchslösung) gefordert werden. Einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zufolge steht die Mehrheit der Deutschen einer Organspende nach dem Tod grundsätzlich positiv gegenüber. Trotzdem geben die meisten an, selbst keinen Organspenderausweis zu haben, und sie räumen eine gewisse Skepsis und ein allgemeines Unbehagen bei dem Thema ein.

Die Entscheidung zur Organspende ist also offenbar nicht so einfach, wie es von vielen Seiten suggeriert wird und so sehr sie sozial erwünscht ist. Die Skepsis gegenüber einer Organspende liegt nicht selten in einem kulturell oder religiös geprägten Verständnis von Tod und Sterben.

In die zu recht geforderte offene, ehrliche und transparente Diskussion gehört daher unbedingt auch der interkulturelle Zugang. Um diesen zu fördern, laden wir am 14. November 2018 nach Bielefeld ein. Namhafte Experten aus praktischer Philosophie, Soziologie, Medizin, jüdischer, katholischer, protestantischer und islamischer Theologie und Religionswissenschaft werden aus ihrer jeweiligen Perspektive über Köperverständnis, Todesverständnisse und Todeskriterien im Kontext der Organtransplantation sowie über die Kommunikation, Information und Beratung über Organtransplantation sprechen und diskutieren.

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