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Hornhauttransplantation

Das Auge gilt als das wichtigste Sinnesorgan.
Eine klare Hornhaut ist die Voraussetzung für ein gutes Sehen.

Verschiedene Hornhauterkrankungen wie Narben oder Hornhautdegenerationen können daher zu einer Sehverschlechterung und in manchen Fällen sogar zu starken Schmerzen führen.
Diesen Patienten kann mit einer Hornhauttransplantation geholfen werden.

Die Augenklinik des Klinikums Bielefeld am Standort Rosenhöhe  bietet neben der perforierenden Keratoplastik auch die hintere lamelläre Hornhautransplantation (DMEK) an.

Bei einer Hornhauttransplantation (Keratoplastik) wird eine getrübte Hornhaut durch die der Patient nicht mehr richtig sehen kann durch eine klare Spenderhornhaut ersetzt.
Früher erfolgte dieser Ersatz immer, indem eine kreisrunde Scheibe der Patientenhornhaut entfernt und eine entsprechende neue Scheibe aus der Spenderhornhaut eingenäht wurde (perforierende Keratoplastik).
Ungefähr die Hälfte der Erkrankungen die eine Hornhauttransplantation notwendig machen, betreffen aber nur eine dünne Schicht an der Innenseite der Hornhaut (Hornhautendothel).
Durch die Technik der hinteren lamellären Hornhauttransplantation kann diese erkrankte Schicht selektiv und schonend ersetzt werden.
Nähte sind bei dieser Technik in der Regel nicht erforderlich. Der Patient muss aber einige Tage auf dem Rücken liegen, damit die neue Hornhautscheibe von einer Luftblase an die Innenseite der eigenen Hornhaut gedrückt wird und mit dieser verwachsen kann.
Der Vorteil der lamellären Technik für den Patienten besteht in einer besseren Sehschärfe, einer schnelleren Heilung und einem geringeren Abstoßungsrisiko.
Durch die neueste Technik der DMEK (Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty) konnten diese Vorteile gegenüber der älteren lamellären Technik der DSAEK noch einmal gesteigert werden.

Nach dem stationären Aufenthalt sind ambulante Kontrollen erforderlich. Die Abstoßung wird durch kortisonhaltige Augentropfen verhindert, die in der Regel nur für ein Jahr getropft werden müssen.
Die perforierende Hornhauttransplantation hat nach wie vor Ihren Stellenwert bei Erkrankungen, welche das Stroma der Hornhaut (dickste Schicht) betreffen wie z.B. Narben nach Infektionserkrankungen oder Verletzungen oder bei Keratokonus.
Aber auch bei weit fortgeschrittenen Erkrankungen des Endothels kann es zu bleibenden Veränderungen des Stromas kommen so, dass in einigen Fällen anstatt einer lamellären, eine perforierende Hornhauttransplantation durchgeführt werden muß.

Betroffene Patienten sollten sich deshalb rechtzeitig an unsere Klinik wenden.
Am einfachsten lassen Sie sich durch Ihren Augenarzt für die Hornhautsprechstunde bei Dr. Breuer anmelden.