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Forschung

Das Forschungslabor dient zum besseren Verständnis von Entwicklung und Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. An operiertem Gewebe von Patienten wird zielgerichtet geforscht. Zukünftige Patienten profitieren von den Ergebnissen in Form verbesserter und erfolgreicher Behandlungen.

Ein Forschungsgegenstand ist beispielsweise die Fragestellung, inwieweit Infektionen mit humanen Papillomaviren (HPV) eine Rolle in Plattenepithelkarzinomen im Rachenraum spielen. Bei den Patienten mit Papillomaviren wird getestet, ob eine Impfung mit Gardasil® ein selteneres Wiederauftreten bewirkt. Hierzu werden Faktoren aus dem Blut und aus der Mundschleimhaut mittels moderner gentechnologischer (Polymerase-Kettenreaktion/PCR, Sequenzanalyse) und biochemischer Verfahren (Lymphozyten-Isolierung per Ficoll-Gradient) analysiert.

Patienten mit Mittelohr-Cholesteatomen (Einwucherungen von mehrschichtig verhornendem Plattenepithel in das Mittelohr mit nachfolgender chronisch-eitriger Entzündung des Mittelohrs) sind Teil eines weiteren großen Forschungsprojekt. In Zusammenarbeit mit dem CeBiTec (center for biotechnology) der Universität Bielefeld wird nach Veränderungen auf molekularer und zellulärer Ebene gesucht. Dies erfolgt mittels modernster Methoden der Genchip-Technologie und quantitativer PCR. Ziel sind medikamentöse Therapien, die bislang nötige Operationen ersetzen können.

Verletzungen und Entzündungen der Schleimhäute in Mittelohr und Nase können zu Ansammlungen von Eiter und Entzündungsflüssigkeit führen. Krankhafte Schleimhäute führen zu einer deutlich verminderten Abwehrleistung und somit zu einer erhöhten Anfälligkeit für Erkrankungen des Atemtraktes. In Zusammenarbeit mit der Zellbiologie an der Universität Bielefeld werden Stammzellen aus dem Gaumen (pNC-SCs; palatal Neural-Crest related Stem Cells) und weiterer Stammzell-Orte auf ihr Potential charakterisiert. Dies geschieht mittels zellbiologischer (Zellkultur von Gewebe unter einer sterilen laminar Werkbank), immunhistochemischer (Antikörper-Färbung auf Gewebe-Schnitte) und entwicklungsbiologischer (Veränderte Parameter für Differenzierungsprozeß der Zellen; in situ Hybridisierung) Verfahren. Eine Neubesiedlung der Schleimhäute wird den gesamten Genesungsprozess des Patienten unterstützen sowie Neuerkrankungen vermindern.

In weiteren Projekten wird mit Forschern u. a. aus den USA, Großbritannien, Polen und Spanien zusammen gearbeitet. Die meisten gängigen Verfahren der modernen Zell-, Molekular- und Immun-Biologie können angewandt werden.

Für Fragen, Anregungen und Mitarbeit steht Diplombiologe Johannes Kreiner und Diplombiologin Janine Müller zur Verfügung:

Telefonnummer des Labors: 05 21. 5 81 - 33 59

Forschungsteam

Viktoria Brotzmann
Biologin

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Matthias Schürmann
Biologe