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Informationen für Patienten

Die anaesthesiologische Sprechstunde finden Sie im ersten Stock der Kliniken. Wenn Sie aus dem Aufzug bzw. aus dem Treppenhaus treten, sehen Sie grüne Hinweisschilder mit der Aufschrift "Narkose- (Anaesthesie-) Sprechstunde".

Überlegen Sie sich Fragen, die Sie stellen möchten, vor dem Aufklärungsgespräch mit der Anästhesistin bzw. dem Anästhesisten. Schreiben Sie die Fragen am besten auf. In der Aufregung vergessen Sie sonst leicht, die Fragen zu stellen.

Bringen Sie alle Arztbriefe, Befunde und Röntgenbilder mit, von denen Sie meinen, dass sie wichtig für Ihre Narkose sein können. Denken Sie an Allergiepass und den Blutgruppenausweis, wenn Sie einen haben. Wenn Sie viele verschiedene Medikamente benötigen, schreiben Sie bitte auf, wann Sie welches Medikament in welcher Dosierung einnehmen, etwa in der Form: Beloc-Zok Tbl. 1-0-0 oder ASS 100 Tbl. 0-1-0 oder Zantic 300 Tbl. 0-0-1. Bringen Sie ansonsten wenigstens die Medikamentenschachteln oder die Beipackzettel mit, da sonst viel Zeit darauf verwendet werden muss, weniger bekannte Namen von Medikamenten nachzuschlagen. Wie Sie vielleicht wissen, wird ein und derselbe Inhaltsstoff zum Teil unter 30 - 40 verschiedenen Namen von unterschiedlichen Herstellern angeboten. Keine Ärztin und kein Arzt kann alle kennen.

Folgende Medikamente können eine schnelle planmäßige Operation verhindern, wenn sie nicht frühzeitig abgesetzt werden, da erst das Abklingen der Wirkung abgewartet werden muss. Sprechen Sie Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt darauf an, wenn Sie folgende Medikamente einnehmen:

  • Acetylsalicylsäure (z.B. ASS, Colfarit, Aspirin und viele andere): Diese Substanz ist in vielen Schmerzmitteln enthalten, wird aber auch bei Durchblutungsstörungen gegeben. Die Gefahr einer Blutung nach der Operation ist erhöht.
  • Metformin (z.B. Biocos, Glucophage, Mescorit, Mediabet und viele andere): Viele Patientinnen und Patienten mit einem Diabetes mellitus, also einer Zuckerkrankheit, nehmen diese Substanz. Eine lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung kann auftreten, wenn Sie diese Substanz einnehmen und eine Narkose durchgeführt wird.
  • Tranylcypromin (z.B. Jatrosom): Dieses Mittel wird bei sehr schwer behandelbaren Depressionen verwendet. In einer Narkose können tödliche Blutdruckkrisen entstehen.
  • Phenprocoumon (z.B. Marcumar, Phenpro.-ratiopharm, Falithrom): Dieses Medikament verursacht ebenfalls eine Blutverdünnung, die vor der Operation aufgehoben werden muss. Dies dauert einige Tage. Gleichzeitig muss ein anderes Medikament gegeben werden, dass Sie bis unmittelbar vor die Operation vor einer Gerinnselbildung schützt.

Lassen Sie sich schon den Aufklärungsbogen für die Anästhesie mitgeben (z.B. auf Station oder bei einer Konsultation bei der Operateurin bzw. beim Operateur). Sie können ihn so schon in Ruhe auf Station oder zu Hause anschauen und ausfüllen. Bedenken Sie, dass mehr Zeit für eine echtes Gespräch bleibt, wenn von der Ärztin bzw. vom Arzt nicht so viel Schreibarbeit erledigt werden muss. Gleichzeitig werden Ihnen viele Fragen einfallen. Dinge, die Ihnen unklar sind, markieren Sie ruhig mit einem Fragezeichen, damit sie ausführlicher besprochen werden können. Weitere Informationen zu Ihrer Narkose erhalten Sie im Aufklärungsgespräch mit der Anästhesistin bzw. dem Anästhesisten.