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Gesunde Ernährung im Alter

Der Ernährung im Allgemeinen sollte zwar in jedem Lebensalter eine tragende Rolle zukommen, dennoch ergeben sich gerade im hohen Lebensalter besondere Anforderungen an die Ernährung, denen besondere Beachtung geschenkt werden sollte. Altersbegleitend können so genannte funktionelle Störungen auftreten, die die Nahrungsaufnahme wesentlich beeinflussen. Mit zunehmendem Alter verändern sich auch die inneren Organe, die Belastbarkeit, die Leistungsfähigkeit und mit einhergehend häufig auch Geschmacks- und Geruchsempfinden, sowie Hunger- und Sättigungsgefühl. Infolge kann eine Malnutrition, welche eine Form der Mangelernährung bezeichnet, entstehen.

Diagnostiziert wird eine Malnutrition anhand der Betrachtung und Bewertung des Body-Mass-Index (BMI), des Gewichtsverlaufes und der Verzehrmenge des Patienten. Weiter nimmt der Körperwassergehalt im Alter ab und das Risiko für eine Dehydration steigt an. Während der Körperfettanteil tendenziell steigt, sinken wiederum die Muskelmasse und somit auch der Energiebedarf. Auch die Haut und die Nieren verändern sich und können nur noch reduziert Vitamin D produzieren, wodurch folglich ein Vitamin-D-Mangel entstehen kann. Schluck- und Kaubeschwerden, z.B. aufgrund von Tragen eines Gebisses, können die Ernährung zusätzlich erschweren. Diese ganzen Faktoren müssen hinsichtlich der Ernährung beachtet werden, um einer Malnutrition rechtzeitig entgegen zu wirken und die Lebensqualität aufrecht zu erhalten. Als tägliche Richtwerte für die Kalorien- und Proteinzufuhr bei älteren Menschen gelten 30 kcal/kg Körpergewicht und bei Proteinen 1,1 g/kg Körpergewicht. Bei stationärem Aufenthalt und in Risikosituationen können diese Werte ebenfalls durch den Einsatz von Trinknahrung erzielt werden. Bei der Ernährung im Alltag gilt die Kontrolle des Körpergewichtes als zentrales Ziel. Bei Risiko auf Übergewichtigkeit sollte die Energiemenge der Nahrung reduziert werden, wohingegen sie bei Untergewichtigkeit gesteigert werden sollte. Um dem Körper genügend Nährstoffe zuzuführen, sollten mehrmals täglich Obst, Gemüse, Milch- und Vollkornprodukte verzehrt werden. Um den Proteinhaushalt im Körper in Balance zu halten, sollten zudem Fleisch, Fisch und Eier sowie Hülsenfrüchte auf dem Speiseplan stehen. Für eine gesunde Flüssigkeitszufuhr, sollte dem Körper täglich ca. 1,5 Liter Flüssigkeit zugeführt werden, zu der neben Wasser, Tee und Kaffee auch Suppen zählen. Durch den täglichen Verzehr von Milchprodukten, den wöchentlichen Konsum von Seefisch und tägliche Aufenthalte im Freien kann zusätzlich der Calcium- und Vitamin-D-Bedarf im Körper gedeckt werden. Im Allgemeinen sind feste und regelmäßige Mahlzeiten, von denen eine warm sein sollte, empfehlenswert. Hingegen den üblichen drei großen Mahlzeiten, gelten im hohen Alter mehrere kleine Mahlzeiten, die über den Tag verteilt konsumiert werden, als bekömmlicher. Wenn orale Therapiemöglichkeiten innerhalb eines eventuellen Krankheitsverlaufes ausgeschöpft sind, ist eine künstliche Ernährung nötig. Diese kann auf parenteralem Wege (unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes, z.B. durch Spritzen oder Infusionen) oder per Sondenkost erfolgen, um auch weiterhin eine ausreichende Nährstoffdeckung zu gewährleisten. Diese Art der Ernährung wird durch ärztliche Anordnung eingeführt und in Absprache mit dem Patienten an die jeweilige Situation und das ausgewählte Ziel, wie zum Beispiel Gewichtszunahme, angepasst.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ernährung innerhalb des zunehmenden Alters einen immer größeren Stellenwert einnehmen wird, insbesondere das Ziel der Vermeidung von Malnutrition.