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Rotatorenmanschette

Ein Schwerpunkt der Schulterbehandlung ist die Behandlung von Sehnenschäden in der Schulter (Rotatorenmanschettenruptur). Entweder durch Alterungsprozesse aber auch unfallbedingt führt ein Sehnenabriss zu einer mangelhaften Kraftbalance in der Schulter. Der Oberarmkopf wird nicht mehr richtig bei der Armbewegung zur Schultergelenkspfanne zentriert. Das Heben des Arms wird schmerzhaft und kraftlos.

Die Erkrankung der Sehnen kann von einer Aufrauhung über eine Teildurchtrennung bis hin zum vollständigen Abriss der Sehnen reichen. Durch eine klinische Untersuchung mit spezifischen Funktionstests zur Beweglichkeit und Kraft sowie bildgebenden Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall und Kernspintomographie kann ein genaues Gesamtbild der Situation im Rahmen der Sprechstunde erstellt werden.

Therapie Rotatorenmanschette

Die Behandlung von Erkrankungen der Sehnenplatte an der Schulter richtet sich nach der aktuellen Funktion, den vorliegenden Veränderungen und ggf. der Defektgröße und Verkürzung der Sehnen und zugehörigen Muskeln.

Bei den unfallbedingten Abrissen ist in den meisten Fällen eine zügige operative Behandlung zu empfehlen.

Konservative Behandlung

Bei den Defektbildungen im Rahmen der Verschleißerkrankungen können in vielen Fällen durchaus krankengymnastische Übungen und schmerztherapeutische, antientzündliche Therapien erfolgreich eingesetzt werden. Eine Überprüfung des Behandlungserfolges im Verlauf sollte stattfinden.

Operative Behandlung

Bei stärkeren Funktionseinschränkungen und nach frustraner (=erfolgloser) konservativer Behandlung ist bei den verschleißbedingten Sehnenablösungen eine operative Therapie zu erwägen. In die Überlegung, welche Therapie sinnvoll ist, muss auch die zu erwartenden Muskelfunktion mit einbezogen werden. Je länger der Muskel durch den Abriss seines Sehnenansatzes nicht mehr gebraucht worden ist, desto schlechter lässt er sich, auch wenn die Sehne wieder am Oberarmkopf anheilt, „aufwecken“ und durch Training eine adäquate Funktion wiederherstellen. 

Es kommen verschiedene operative Therapien in Betracht. Das primäre Ziel der operativen Behandlung ist die vollständige stabile Fixierung aller Sehnenansätze an den Oberarmkopf. Bei fortgeschrittener Defektbildung kann auch eine Teilrekonstruktion der Sehnen ein alltagstaugliches Ergebnis erzielen.

  • Arthroskopische Sehnenrekonstruktion „ Schlüsselloch-Chirurgie“
    Die Operation in und um das Gelenk wird über kleine Inzisionen von ca. 1 cm mit Hilfe einer dünnen Stabkamera in Videotechnik durchgeführt. Das Gelenk wird mit Wasser aufgefüllt und über weitere kleine Inzisionen werden Instrumente in das Operationsfeld gebracht.
  • Offene Rekonstruktion
    In manchen Situationen ist es besser, über einen größeren Schnitt unter direkter Sicht die Sehnen wieder anzunähen
  • Ersatzverfahren
    Es gibt seltener die Indikation, Ersatzverfahren durchzuführen
  • Künstliches Schultergelenk
    Bei fortgeschrittenem Sehnendefekt kommt es zum Höhertreten des Oberarmkopfes unter das Schulterdach. Die dauerhafte Dezentrierung führt zu einem speziellen Bild des Gelenkverschleißes (Defektarthropathie). In solchen Fällen können künstliche Schultergelenke sehr hilfreich eingesetzt werden.

Nachbehandlung

Die Einheilung der Sehnenansätze an den Knochen ist ein langwieriger Prozess. Dementsprechend ist die Nachbehandlung nach Sehnenrekonstruktion in den ersten 6 Wochen durch eine deutliche Einschränkung der Schultergelenksfunktion gekennzeichnet. In vielen Fällen werden Lagerungskissen verschreiben, die Sie im täglichen Leben einschränken, so dass eine Unterstützung durch Angehörige und Freunde für diese Zeit notwendig ist. Die Nachbehandlung wird durch entsprechende Nachbehandlungsschemata strukturiert, die Ihnen  nach der Operation an die Hand gegeben werden. Die Behandlung dauert insgesamt zwischen 3 Monaten und einem halben Jahr.

Fallbeispiel: Rotatorenmanschettenruptur

Im Juli 2019 stürzte ich als ich auf einen Stuhl stieg und dieser zusammenbrach. Ich konnte den Arm nicht mehr hochheben und hatte auch starke Schmerzen. Der Knochen war nicht gebrochen. Aber in der Schichtbilduntersuchung waren die Sehnen in der Schulter gerissen.

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